
CESIO und CESI verstehen: was Sie auf der Baustelle wirklich verkaufen
Prinzip eines individuellen Solar-Warmwasserbereiters (CESI): Kollektoren, Speicher, Wärmetauscher
Ein CESI fängt die Sonnenwärme über Solarkollektoren ein. Ein Wärmeträgerfluid zirkuliert bis zum Speicher, wo ein Wärmetauscher die Energie an das Trinkwasser überträgt. Der Speicher hält Warmwasser verfügbar, mit einer Nachheizung (elektrisch, Gas oder Wärmepumpe) für Tage ohne Sonne.
Unterschied zwischen CESI und CESIO: das „optimierte" Versprechen und zu prüfende Punkte
Der CESIO zielt auf eine „optimierte" Leistung durch eine besser dimensionierte und besser geregelte Gesamtanlage ab. Auf der Baustelle verkaufen Sie vor allem eine gute Einstellung. Zu prüfen: Kollektorfläche, Speichervolumen, Art der Nachheizung, Regelung (Überhitzungs-, Frostschutz) sowie Qualität der Komponenten und Zertifizierungen. Vertiefende Informationen zu den Varianten finden Sie im Unterschied zwischen optimiertem CESI und CESI mit separater Nachheizung.
Für welche Wohnungen und Nutzungsprofile: Sanierung, Neubau, Familien, Zweitwohnsitze
Im Neubau ist die Integration einfach. Bei der Sanierung achten Sie auf das Dach (Ausrichtung, Verschattung) und den Platz für den Speicher. Familien profitieren am meisten, da der Bedarf regelmäßig anfällt. Bei einem Zweitwohnsitz ist Vorsicht bei langen Perioden ohne Zapfung geboten. Planen Sie eine Abwesenheitsverwaltung und einen Überhitzungsschutz ein.
Optimierte Solar-Dimensionierung: die einfachen Regeln, die Kundendiensteinsätze vermeiden
Kollektorfläche und Speichervolumen wählen: Größenordnungen und klassische Fallstricke
Für einen Wohn-CESI zielen Sie häufig auf 1 bis 1,5 m² Kollektoren pro Bewohner und einen Speicher von etwa 50 bis 80 L pro m² ab. Ist die Anlage unterdimensioniert, läuft die Nachheizung zu oft. Ist sie überdimensioniert, entsteht sommerliche Stagnation, mit Überhitzung und Fluidalterung. Behalten Sie auch ein thermostatisches Mischventil und einen konsistenten Speichersollwert bei.
Ausrichtung, Neigung, Verschattung: wie Sie den Solarertrag absichern
Idealerweise Südausrichtung, aber eine Abweichung nach Ost oder West bleibt akzeptabel. Eine Neigung um 30 bis 60° sichert den Ertrag über das Jahr. Der eigentliche Feind ist Schatten. Prüfen Sie, dass zwischen 9 und 15 Uhr im Winter keine Hindernisse vorhanden sind. Eine Fotoaufnahme oder ein Sonneneinstrahlungs-Tool vermeidet Überraschungen und fehlende kWh.
Zirkulation, Entfernungen und Verluste: das Trinkwarmwassernetz von Anfang an optimieren
Platzieren Sie den Speicher so nah wie möglich an den Entnahmestellen. Begrenzen Sie die Leitungslängen und dämmen Sie die Rohre sorgfältig, besonders im Dachgeschoss. Wenn eine Zirkulationsleitung unverzichtbar ist, steuern Sie sie zeit- oder bedarfsgesteuert. Sonst zehrt sie den Solargewinn kontinuierlich auf. Achten Sie auch auf Durchmesser und Durchflüsse, um Geräusche, Verluste und Kundendiensteinsätze zu vermeiden.
Einbau eines optimierten CESI: Arbeitsschritte vor Ort, Sicherheit und saubere Ausführung
Die Anordnung vorbereiten: Dach, Halterung, Leitungsführung, Abdichtung
Bevor Sie den Kollektor anheben, sichern Sie den Dachzugang. Anschlagpunkt, Geländer oder Gurt je nach Situation. Ermitteln Sie die Schattenbereiche und wählen Sie einen intakten Bereich der Sparren. Haken oder Schienen werden an der Struktur befestigt, nicht an den Dachziegeln. Für die Leitungsführung des CESI bevorzugen Sie einen kurzen, dämmbaren Weg. Jede Durchdringung wird wie eine echte Abdichtungsarbeit behandelt, mit passendem Anschlussblech und kompatiblem Dichtstoff.
Hydraulik und Regelung: Ausdehnungsgefäß, Glykol, Entlüftung, Grundeinstellung
Kontrollieren Sie das Ausdehnungsgefäß (Vordruck) und das Sicherheitsventil. Füllen Sie mit dem passenden Glykol, dann setzen Sie gemäß Anleitung unter Druck. Entlüften Sie an den Hochpunkten, bis sich der Durchfluss stabilisiert. Prüfen Sie die Rohrisolierung und dass keine Schleifen vorhanden sind, die Luft einschließen. Bei der Regelung platzieren Sie die Fühler an der richtigen Stelle und stellen dann eine einfache Einschalt-Differenz sowie eine maximale Speichertemperatur ein. Vertiefende Informationen finden Sie auch unter Frostschutz und Wärmeträgerfluid.
Inbetriebnahme und Tests: Kontrollen vor Verlassen der Baustelle
Starten Sie die Pumpe manuell, um die Zirkulation zu bestätigen. Kontrollieren Sie Kollektor- und Speichertemperaturen, Undichtigkeiten, den Warmdruck sowie das Abblasen des Sicherheitsventils im Test. Prüfen Sie die Befestigung, die Ausführung auf dem Dach, und machen Sie Fotos. Schließen Sie mit einer Erklärung an den Kunden und einem Hinweis auf die jährliche Wartung von Fluid und Einstellungen ab.
Fördermittel und Anforderungen 2026 rund um Solar: was der Kunde erwartet und was Sie nachweisen müssen
MaPrimeRénov' und Solar-Warmwasserbereiter: zentrale Bedingungen und beizubringende Unterlagen
Für einen CESI erwartet der Kunde eine nachvollziehbare Förderung und eine saubere Akte. Sie müssen den Einbau durch ein RGE-qualifiziertes Unternehmen nachweisen, eine detaillierte Rechnung sowie das technische Datenblatt (Marke, Referenz, Leistungswerte) vorlegen. Fügen Sie die von der Plattform geforderten Nachweise hinzu, etwa den Steuerbescheid und den Nachweis, dass es sich um einen Hauptwohnsitz handelt.
CEE und Solarthermie: zu beachtende Punkte bei den Merkblättern und der Konformität
Bei den CEE-Prämien basiert alles auf dem anwendbaren CEE-Merkblatt und dessen Kriterien. Prüfen Sie, dass die auf der Ehrenerklärung eingetragenen Flächen, Volumina und Produktreferenzen mit der Rechnung übereinstimmen. Bewahren Sie die Leistungsnachweise (Zertifikat, Kennzeichnung) und das Datum des Arbeitsabschlusses auf.
RGE: welcher Geltungsbereich für Solarthermie, Rückverfolgbarkeit und Angaben auf der Rechnung
Solarthermie fällt in den Geltungsbereich von Qualisol oder einer gleichwertigen Zertifizierung je nach Ihrer Stelle. Geben Sie auf der Rechnung den RGE-Vermerk, Ihre Qualifikationsnummer, die Baustellenadresse sowie Marke, Referenz und Seriennummern von Kollektoren und Speicher an. Das ist Ihre beste Absicherung im Falle einer Kontrolle.
Verkaufsargumentation für Handwerksbetriebe: einen optimierten Solar-CESIO verkaufen, ohne zu übertreiben
Klare Kalkulation: Kostenpositionen, sinnvolle Optionen und was den Preis beeinflusst
Nachvollziehbares Angebot. Schlüsseln Sie Material (Kollektoren, Speicher, Umwälzpumpe, Regelung), Einbau, hydraulische Anschlüsse, Sicherheit und Dachanpassungen auf. Fügen Sie die geplante Nachheizung (elektrisch oder Kessel) und die Inbetriebnahme hinzu.
- Sinnvolle Optionen: Verbrühungsschutz-Mischventil, Netzisolierung, Ertragsmonitoring.
- Was den Preis beeinflusst: Kollektorfläche, Speichervolumen, Dachzugang, Art der Dacheindeckung, Entfernung zwischen Speicher und Kollektoren, Zustand der bestehenden Anlage.
Reale Gewinne: Einsparungen bei Trinkwarmwasser, Komfort und Grenzen im Winter (ohne unhaltbare Versprechen)
Ein gut dimensionierter CESI deckt über das Jahr oft einen großen Teil des Warmwasserbedarfs. Im Sommer ist der Komfort optimal. Im Winter übernimmt die Nachheizung, besonders wenn die Familie morgens viel verbraucht. Sprechen Sie in kWh und Euro, ausgehend von der Rechnung des Kunden. Ohne Versprechen. Um den Warmwasserbedarf einzugrenzen und vage Schätzungen zu vermeiden, stützen Sie sich auf die Trinkwarmwasser-Entnahmeprofile.
Wartungsvertrag und Monitoring: Verkalkung vorbeugen, Glykol kontrollieren, den Kunden beruhigen
Einfaches Monitoring. Bieten Sie einen regelmäßigen Besuch an, um Druck, Umwälzpumpe, Fühler und Ventile zu prüfen. Achten Sie bei hartem Wasser auf Verkalkung und kontrollieren Sie das Glykol und seinen Frostschutz.
Legen Sie den Rhythmus fest. Jährliche Kontrolle oder alle 2 Jahre je nach Nutzung. Analyse oder Austausch des Glykols alle 3 bis 5 Jahre. Ein klarer Bericht beruhigt und vermeidet unangenehme Überraschungen.
Kennzahlen
200 bis 300 L
Volumen
einfacher als der klassische CESI
Installation
Solar + Nachheizung
1 einziger Speicher
Häufige Fragen
Je nach Kundenprofil kann ein CESI für MaPrimeRénov' (jährlich aktualisierte Sätze) und für die CEE-Prämien förderfähig sein, mit einer MwSt. von 5,5 % bei Sanierungen. Prüfen Sie systematisch die Förderfähigkeit (Hauptwohnsitz, Alter des Gebäudes, Einbau durch ein RGE-zertifiziertes Unternehmen) und die Einhaltung der technischen Kriterien (zertifizierte Kollektoren, Gesamtleistung der Anlage). Lassen Sie die Unterlagen vor Unterzeichnung des Angebots validieren, um eine Ablehnung der Förderung zu vermeiden.

Louis Meneteau
CPO von Argile


