
Die beiden CESI-Architekturen verstehen: optimiert und getrennte Nachheizung
Optimierter CESI: Prinzip, Grundschema und Rolle des Solarspeichers
Bei einem optimierten CESI übernimmt der Solarspeicher alles. Er speichert das über einen Wärmetauscher von den Kollektoren erwärmte Wasser und übernimmt die Nachheizung im oberen Bereich (Heizstab oder Kesselwendel). Das Ergebnis: eine einzige Trinkwarmwasserbereitung und eine Schichtung, die es zu erhalten gilt. In der Praxis strebt man einen "kalten" Speicherboden an, um länger Solarenergie aufzunehmen, und einen ausreichend warmen Speicherkopf, um den Bedarf zu decken.
CESI mit getrennter Nachheizung: Funktionsweise mit Solarspeicher + unabhängiger Trinkwarmwasserbereitung
Hier dient der Solarspeicher vor allem der Vorwärmung. Das Wasser durchläuft anschließend eine unabhängige Trinkwarmwasserbereitung (Kessel, Wärmepumpenspeicher, Durchlauferhitzer). Die Nachheizung erwärmt den Solarspeicher nicht mit. So werden unnötige Nachheizungen begrenzt und eine einfache Logik beibehalten. Der entscheidende Punkt ist die richtige Einstellung des Umschaltpunkts.
Solarthermie und Trinkwarmwasser: Was sich hydraulik- und regelungsseitig ändert
In beiden Fällen findet sich ein primärer Solarkreis (meist glykolhaltig), eine Umwälzpumpe, Fühler und eine Differenzregelung. Die Hydraulik hängt von Rückschlagventilen, Füllventilen und einem Mischventil am Trinkwarmwasserausgang ab, um die Temperatur abzusichern. Bei getrennter Nachheizung steuert die Regelung vor allem die Solarpriorität und vermeidet Rezirkulationen, die die Schichtung "zerstören".
Baustellenvergleich: Leistung, Trinkwarmwasserkomfort und Wartungsfreundlichkeit
Solarertrag und Trinkwarmwasserdeckung je nach Nutzung (Familie, Ferienhaus, kleines Mehrfamilienhaus)
Bei einem gut dimensionierten CESI variiert der Solaranteil vor allem mit der Belegung. Im Einfamilienhaus ermöglicht eine angepasste Dimensionierung (Kollektoren, Speicher) eine gleichmäßige Deckung über das Jahr. Im Ferienhaus erfordert die unregelmäßige Nutzung eine reaktionsschnelle Regelung und eine Nachheizung, die schnell wieder aufheizen kann. Im kleinen Mehrfamilienhaus gleicht die Bündelung die Nutzung aus, erfordert aber eine echte Überwachung der Einstellungen und der Zirkulation.
Warmwasserkomfort: Verfügbarkeit, Nachheizzeit und Spitzenlastmanagement
Der Komfort hängt zunächst vom Speichervolumen und der Nachheizleistung ab. Mit einem gut gedämmten Speicher behalten Sie stabiles Warmwasser länger bei, selbst wenn die Sonneneinstrahlung nachlässt. Bei Spitzen (aufeinanderfolgende Duschen, große Haushalte) hängt die Wiederaufheizung vom Sollwert, den Nachheizzeiten und der Trinkwarmwasserpriorität ab. Eine gesteuerte Nachheizung vermeidet, kWh zu "verbrennen", gerade wenn die Sonne kommt.
Wartung und Störungsbehebung: sensible Komponenten, Zugänglichkeit, Wartungskosten
Bei der Wartung bleiben die sensiblen Punkte einfach. Kontrolle des Wärmeträgermediums, Entlüftung, Umwälzpumpe, Fühler und Sicherheitseinrichtungen. Auf dem Dach bestimmt der Zugang die Einsatzdauer. Ein einfacher Wartungsvertrag mit regelmäßigem Besuch hält die Wartung einfach und begrenzt vermeidbare Ausfälle (Überdruck, Entlüftungsverlust, Regelungsfehler).
Wie Sie je nach Gebäude und vorhandener Ausstattung wählen
Bestandsgebäude: Platzbeschränkungen, Netzanpassungen und bereits vorhandener Speicher
Bei einer Sanierung ist der Ausgangspunkt oft der verfügbare Platz. Technikraum, Deckenhöhe, Zugang für die Handhabung und Leitungsführung zählen genauso viel wie die Leistung. Falls bereits ein Warmwasserspeicher vorhanden ist, prüfen Sie dessen Volumen, Zustand und vor allem die Möglichkeit, einen Wärmetauscher nachzurüsten. Andernfalls setzen Sie auf einen dedizierten Solarspeicher. Ziel: eine saubere Baustelle ohne unnötige Nacharbeiten.
Kombination mit einer Wärmepumpe, einem Kessel oder einem Elektro-Warmwasserbereiter
Ein CESI funktioniert sehr gut als Ergänzung. Mit einer Wärmepumpe oder einem Kessel behalten Sie eine automatische Nachheizung bei nachlassender Sonneneinstrahlung. Mit einem Elektro-Warmwasserbereiter erfolgt die Nachheizung über den Heizstab, ideal, wenn der Verteiler in der Nähe und gut dimensioniert ist. Denken Sie an Regelung und Solarpriorität, um nicht "umsonst" zu heizen. Eine einfache Ergänzung, und der Komfort bleibt konstant.
Ausrichtung, solarthermische Kollektorfläche und Speichervolumen: die richtigen Größenordnungen
Streben Sie ein freies Dach an, möglichst nach Süden ausgerichtet, mit einer Neigung zwischen 30 und 60°. Im Wohnhaus liegt man oft bei 2 bis 5 m² Kollektorfläche für 2 bis 5 Personen. Beim Speicher rechnen Sie mit etwa 50 bis 80 Litern pro m² Kollektorfläche. Zur Feinabstimmung siehe auch, wie Sie das Trinkwarmwasser-Speichervolumen dimensionieren. So entsteht ein ausgewogenes System, weder Überhitzung im Sommer noch zu häufige Nachheizung im Winter. Passend dimensioniert.
Fördermittel und Anforderungen 2026: Punkte, die Sie beachten sollten, um einen rentablen CESI anzubieten
MaPrimeRénov' 2026 und CEE: Förderfähigkeit des CESI und erforderliche Unterlagen prüfen
Bevor Sie einen CESI kalkulieren, prüfen Sie die Förderfähigkeit 2026 bei MaPrimeRénov' und CEE. Fordern Sie ein gut detailliertes Angebot und eine ebensolche Rechnung an, das technische Datenblatt von Kollektoren und Speicher sowie den RGE-Nachweis. Prüfen Sie bei CEE das Merkblatt "individueller solarer Warmwasserbereiter" und dessen Leistungsanforderungen.
RGE und Konformität: Regeln der Technik, Anleitungen, Inbetriebnahme und Leistungsnachweis
Der Antrag hält stand, wenn die Installation sauber ist. Halten Sie sich an die Regeln der Technik, die Herstelleranleitung, die Hydraulik und die Rohrdämmung. Führen Sie eine dokumentierte Inbetriebnahme mit Einstellungen, Sicherheitstests und unterschriebenem Protokoll durch. Bewahren Sie Fotos, Schema, Produktreferenzen und Zertifizierung (z. B. Solar Keymark) als Nachweise auf.
Kundenargumentation: Trinkwarmwasser-Einsparungen beziffern und Erwartungen einordnen
Um zutreffend zu verkaufen, gehen Sie vom Trinkwarmwasserbedarf aus. Schätzen Sie den Solardeckungsgrad je nach Region und Speichergröße, und übersetzen Sie ihn dann in kWh und Euro. Erinnern Sie daran, dass eine Nachheizung nötig ist und der Winter weniger ertragreich sein wird. Berechnen Sie mit Fördermitteln eine realistische Amortisation und setzen Sie einen klaren Rahmen. Um die administrative Seite abzusichern, sehen Sie auch, wie Sie Ablehnungen von MaPrimeRénov'-Anträgen vermeiden.
Checkliste für den Handwerksbetrieb: schnell beim Angebot entscheiden und die Installation absichern
Fragen an den Kunden vor der Entscheidung (Trinkwarmwasserprofil, Gewohnheiten, Prioritäten)
Klären Sie vor der Kalkulation das Trinkwarmwasserprofil. Wie viele Bewohner, Duschen oder Bäder, Spitzen morgens oder abends, und Toleranz gegenüber Schwankungen. Fragen Sie nach der Priorität des Kunden: Komfort, Einsparungen, Genügsamkeit oder Einfachheit. Prüfen Sie außerdem die Randbedingungen: verfügbare Fläche und Ausrichtung, Verschattung, Dachzugang, Speicherstandort, Entfernung zu den Zapfstellen. Notieren Sie bei einem CESI die vorhandene Nachheizenergie und die Erwartungen an die Steuerung.
Kontrollpunkte bei der Installation: Sicherheit, Frostschutz, Mischer, Zirkulation und Dämmung
- Sicherheit und Langlebigkeit. Befestigungen, Dachdichtheit, elektrischer Schutz, Kennzeichnung der Ventile.
- Solarkreis. Sorgfältige Entlüftung, stabiler Druck, korrekt dimensioniertes Ausdehnungsgefäß, frostbeständiges Wärmeträgermedium gemäß Anleitung.
- Trinkwarmwasser. Sicherheitsventil, Rückschlagventile und ein thermostatischer Mischer zur Begrenzung des Verbrühungsrisikos.
- Bei Zirkulation. Regelung, Rückschlagventil und durchgängige Rohrdämmung, um Verluste zu vermeiden.
- Dämmung. Speicher, Hydraulikanschlüsse und sensible Punkte, besonders in unbeheizten Bereichen.
Einstellungen bei der Inbetriebnahme: Sollwerte, Nachheizzeitfenster und Überwachung der ersten Saison
Stellen Sie bei der Inbetriebnahme einen passenden Speicher-Sollwert und einen periodischen Hygienezyklus gemäß Herstelleranleitung ein. Legen Sie die Nachheizzeitfenster fest. Niedertarifzeiten, wenn möglich, ohne den Solarertrag zu verdrängen. Erklären Sie dem Kunden die einfachen Kennwerte. Temperatur, Nachheizstunden, Alarme. Planen Sie einen Kontrolltermin nach einigen Wochen und dann am Ende der ersten Saison. Druck, Zustand des Mediums, Lecks, Dämmung und Rückmeldungen aus der Nutzung.
Kennzahlen
bivalenter Speicher
Optimierter CESI
2 Speicher
CESI getrennte Nachheizung
50 bis 70 %
Solardeckung
Häufige Fragen
Sie können MaPrimeRénov' (Betrag abhängig vom Einkommen) mit den CEE-Energiesparzertifikaten kombinieren, zusätzlich mit einer ermäßigten Mehrwertsteuer von 5,5 % auf Lieferung und Installation bei Sanierungen. Um die Förderfähigkeit sicherzustellen, muss die Installation von einem RGE-zertifizierten Betrieb durchgeführt werden, und Kollektoren/Speicher müssen auf anerkannten Leistungslisten stehen (z. B. Solar Keymark, je nach Anforderungen der Förderprogramme).

Pierre-Louis Guhur
CEO von Argile


