Die Kälteleistung wird in kW berechnet, aber in BTU/h verkauft: 1 kW entspricht 3.412 BTU/h und 860 Frigorien/h. Dieser Einheitenversatz erklärt, warum ein als „9.000 BTU" beworbenes Gerät im Katalog mit 2,5 kW geführt wird, obwohl es 2,64 kW liefert. Und das ist die erste Falle der Auslegung, noch vor den inneren Lasten: verbindlich für Ihr Angebot ist die Nennkälteleistung in kW, nicht die runde Zahl auf dem Werbeschild.
Die Vorauslegung erfolgt über das Volumen und nicht über die Fläche: Rechnen Sie mit 30 bis 35 W/m³ in einer gedämmten Wohnung mit Süd- oder Westausrichtung, 25 bis 30 W/m³ nach Norden und bis zu 50 bis 60 W/m³ unter dem Dach oder hinter einer großen, unverschatteten Fensterfront. Diese Kennwerte liefern eine Angebotsspanne, keinen Rechennachweis: geprüft wird weiterhin die Nennleistung im Sinne der Verordnung (EU) Nr. 206/2012, gemessen unter genormten Prüfbedingungen.
Die Kälteleistung einer Klimaanlage verstehen: die Grundlagen vor der Berechnung
Kälteleistung, kW, BTU: auf der Baustelle dieselbe Sprache sprechen
Bei einer Klimaanlage gibt die Kälteleistung an, wie viel Wärme dem Raum entzogen werden kann. Sie wird in kW (kWf) oder BTU/h angegeben. Einfache Faustregel: 1 kW entspricht etwa 3.412 BTU/h. Rechnen Sie auf der Baustelle um, um zwei Angebote zu vergleichen und zu prüfen, dass die angegebene Einheit tatsächlich die Kälteleistung ist, nicht die aufgenommene elektrische Leistung.
Was „Leistung“ wirklich umfasst: Gewinne, Wärmeverluste und Sommerkomfort
Die „Leistung“ hängt nicht nur von der Fläche ab. Sie muss die Gewinne (Sonne, Bewohner, Geräte) ausgleichen, aber auch Wärmeverluste und Luftinfiltration. Ziel ist der Sommerkomfort: einen realistischen Sollwert halten (oft 26 °C), Temperaturschwankungen begrenzen und die Feuchtigkeit steuern, vor allem in stark verglasten Räumen oder unter dem Dach. Um Strategien für den Sommerkomfort ohne Überdimensionierung zu vertiefen, kann passive Kühlung (Free Cooling, nächtliche Zusatzlüftung) die Auslegung sinnvoll ergänzen.
Einzel-Split, Multisplit, Kanalanlage: der Einfluss des Systems auf die Auslegung
Das System verändert die Auslegung. Ein Einzel-Split wird raumweise kalibriert. Ein Multisplit teilt sich ein Außengerät, daher muss die Gleichzeitigkeit des Bedarfs betrachtet werden. Bei Kanalanlagen kommen Leitungsverluste (Längen, Bögen, Dichtheit) und die Einstellung der Luftmengen hinzu. Die richtige Leistung ist die, die kühlt, ohne in Kurztaktbetrieb zu geraten. Diese raumweise Logik ist auch die des Werkzeugs: Argile berechnet den Bedarf jedes Raums und den Deckungsgrad der auf dem Plan platzierten Innengeräte.
Quick answer
How many indoor units for this home?
The rules of thumb from the section above, applied to your case. The number moves with the partitioning and the number of floors, not with floor area alone.
Indoor units advised
2 units
Why that number
The baseline for the layout: one unit for the living space, and one on the sleeping side from two bedrooms up.
Refine it room by room with the configurator further down the article.
A first estimate, to be confirmed by a room-by-room heat-loss calculation.
Ein Argile-Werkzeug
Die Umrechnungstabelle, und warum die Katalogklassen knapp darunter liegen
| Werbeschild (BTU/h) | Tatsächliche Leistung (kW) | Entspricht (Frigorien/h) | Katalogklasse (kW) |
|---|---|---|---|
| 9 000 | 2,64 | 2 268 | 2,5 |
| 12 000 | 3,52 | 3 024 | 3,5 |
| 18 000 | 5,28 | 4 537 | 5,0 |
| 24 000 | 7,03 | 6 049 | 7,0 |
Die Verordnung (EU) Nr. 206/2012 regelt das Ökodesign von Raumklimageräten bis 12 kW Nennkälteleistung und definiert SEER und SCOP, an denen Sie gemessen werden. Maßgeblich ist die Nennleistung unter genormten Prüfbedingungen, nicht die fett gedruckte Spitzenleistung im Prospekt. Auf einer heißen Baustelle liefert das Gerät weniger als seine Nennleistung, und genau diese Reserve gehört in die Berechnung statt in einen kurzfristigen Sprung eine Klasse höher.
Die vor Ort zu erhebenden Daten für eine zuverlässige Auslegung
Fläche, Volumen, Deckenhöhe: m² und m³ nicht verwechseln
Für eine korrekte Klimatisierung erfassen Sie die Fläche jedes Raums und dann die Deckenhöhe. Eine Empore, ein offenes Treppenhaus oder eine Kathedraldecke verändern die Ausgangslage schnell. Entscheidend ist das tatsächliche Volumen, das zu kühlen ist, in m³, nicht nur die Grundfläche. Diese Aufnahmen erfolgen während der Begehung per Telefon, wobei Argile Flächen, Deckenhöhen und Maße jedes Raums entnimmt.
Dämmung, Verglasung, Ausrichtung: was bei der Klimatisierung alles verändert
Notieren Sie die Dämmung von Dachboden, Wänden und Böden sowie schwache Stellen. Bei den Fenstern geben Sie an, ob es sich um Einfach- oder Doppelverglasung handelt, und ob Rollläden oder Jalousien vorhanden sind. Die Ausrichtung (Süden und Westen) und der Sonnenschutz wiegen beim Kühlbedarf und den solaren Gewinnen schwerer, als man denkt.
Belegung, Geräte, solare Gewinne: die „Kleinigkeiten“, die die Berechnung verfälschen
Zählen Sie die Bewohner, deren Nutzungszeiten und wärmeerzeugende Geräte (Kochen, IT, Beleuchtung). Erfassen Sie stark verglaste Räume, Wintergärten und Gewinne am späten Nachmittag. Diese internen Gewinne verhindern eine Überdimensionierung, die oft mit Kurztaktbetrieb und Komforteinbußen einhergeht.
Berechnungsmethoden für die Klimatisierungsleistung: von schnell bis präzise
Schnelle Schätzung pro m²: wann sie sinnvoll ist (und wann nicht)
Für eine erste Abschätzung kann man von einer Regel pro m² ausgehen. Das ist eine schnelle Basis, um Angebote zu vergleichen, nicht um auszulegen. Zu vermeiden bei großen Fensterfronten, Dachböden, einem sehr sonnigen Raum oder erheblichen internen Gewinnen, da eine Überdimensionierung die Klimaanlage takten lässt und den Komfort beeinträchtigt.
Berechnung nach Volumen und Dämmniveau: ein robusterer Ansatz
Eine einfache, aber zuverlässigere Methode besteht darin, in m³ zu rechnen und nach Dämmung, Luftdichtheit und Ausrichtung zu korrigieren. Man erhält eine stimmige Leistung für die meisten Wohngebäude, besonders wenn Sie Wohnräume und Schlafzimmer unterscheiden und vorhandenen Sonnenschutz einbeziehen.
| Vor Ort erfasste Konfiguration | Volumenkennwert (W/m³) | Entsprechung bei 2,50 m (W/m²) |
|---|---|---|
| Wohnung mit neuzeitlichem Dämmstandard, Nord- oder Ostausrichtung | 25 bis 30 | 63 bis 75 |
| Wohnung mit neuzeitlichem Dämmstandard, Süd- oder Westausrichtung | 30 bis 35 | 75 bis 88 |
| Wohnung mit Dämmstandard der Jahre 1990 bis 2005 | 35 bis 40 | 88 bis 100 |
| Ungedämmte Wohnung oder Raum im ausgebauten Dachgeschoss | 40 bis 50 | 100 bis 125 |
| Unverschattete Verglasung auf mehr als einem Viertel der Fassade oder oberstes Geschoss unter Flachdach | 50 bis 60 | 125 bis 150 |
Zwei Korrekturen kommen auf den Rohkennwert obendrauf: rund 100 W je dauerhaft anwesender Person ab der zweiten, und die tatsächliche Verlustleistung der im Raum vorhandenen Geräte, vom Typenschild abgelesen statt geschätzt. Eine offene Küche mit Induktionskochfeld und Backofen verschiebt das Ergebnis um eine ganze Handelsgröße, und es ist die Zeile im Aufnahmeprotokoll, mit der Sie das begründen.
Vollständige Wärmebilanz: die richtige Wahl für komplexe Fälle 2026
Sobald das Projekt vom Standard abweicht, erstellen Sie eine vollständige Kühllastberechnung. Das ist der sicherste Weg, um die Auslegung zonenweise zu validieren, unter Berücksichtigung von Wänden, Verglasung, Sonnenschutz, Lüftung, Belegungsszenarien und lokalen Auslegungstemperaturen, mit Software und aktuellen Wetterdaten. Um auch die Auswirkungen einer Überdimensionierung einzuordnen, können Sie sich auf die häufigsten Auslegungsfehler stützen.
Die richtige Klimatisierungsleistung wählen: Unter- und Überdimensionierung vermeiden
Anzeichen einer zu geringen Leistung: Unbehagen, lange Zyklen und Mehrverbrauch
Eine unzureichende Leistung ist schnell erkennbar. Die Klimaanlage erreicht den Sollwert kaum, vor allem am späten Nachmittag. Sie läuft nahezu dauerhaft, mit langen Zyklen. Das Ergebnis: In manchen Räumen bleibt die Luft lauwarm, und die Rechnung steigt, weil das Gerät oft im Volllastbetrieb läuft.
Risiken einer zu hohen Leistung: Kurztaktbetrieb, Feuchtigkeit und Störungen
Umgekehrt verursacht eine übermäßige Leistung häufige Start- und Stoppvorgänge. Dieser Kurztaktbetrieb verschlechtert den Komfort, begrenzt die Entfeuchtung und hinterlässt ein feuchtes Luftgefühl. Auf Dauer verschleißen Verdichter und Bauteile schneller, was das Störungsrisiko erhöht.
Sicherheitsmarge und Einstellungen: den richtigen Kompromiss finden, ohne die Leistung „aufzublähen“
Der richtige Ansatz ist eine Lastberechnung (Fläche, Dämmung, Verglasung, Ausrichtung, interne Gewinne), gefolgt von einer kleinen, angemessenen Marge. Um einen guten Kompromiss zu wahren, stellen Sie den Sollwert auf 25-26 °C ein, reduzieren Sie solare Gewinne (Rollläden, Jalousien) und warten Sie Filter und Wärmetauscher.
Baustellenkontrollen und Aufmerksamkeitspunkte vor Angebot und Einbau
Die Aufstellung prüfen: Einheiten, Leitungslängen und Ablaufbedingungen
Vor jeder Klimatisierungsmaßnahme sollten Sie vor Ort prüfen. Kontrollieren Sie die Auflager, die Lastübertragung, die Zugänglichkeit für die Wartung und die Lärmbelastung für die Nachbarschaft. Messen Sie die tatsächlichen Längen der Kältemittelleitungen und die Höhenunterschiede. Planen Sie Durchbrüche, Kabelkanäle und vor allem die Kondensatableitung im Voraus, nach Möglichkeit im Gefälle, sonst mit einer Hebepumpe.
Luftqualität und Feuchtigkeit: Einstellungen und nützliche Optionen je nach Raum
Die Klimaanlage ersetzt nicht die Lüftung. Kontrollieren Sie die mechanische Lüftung, die Luftzufuhr und Bereiche mit Gerüchen oder Dampf. Im Schlafzimmer bevorzugen Sie eine leise Regelung und eine einfache Programmierung. In Küche und Bad sichern Sie die Entfeuchtung, den Kondensatablauf und bei Bedarf eine feinere Filterung je nach Nutzung.
Ihre Berechnungsannahmen dokumentieren: Angebot und Kundenbedarf 2026 absichern
Notieren Sie Ihre Auslegungsannahmen: Fläche, Dämmung, solare Gewinne, Sollwerte, Belegung, zu behandelnde Räume. Archivieren Sie Fotos, Aufmaße und Materialentscheidungen, um Leistung, Einstellungen und Inbetriebnahme zu belegen. Im Jahr 2026 begrenzt eine klare Dokumentation Streitfälle und beschleunigt den Kundendienst. Um auch den Leistungsaspekt einzuordnen, können Sie sich auch auf die Messung des SEER einer Klimaanlage stützen.


