
Die Geräuschquelle Ihrer Lüftungsanlage identifizieren, bevor Sie eingreifen
Ein normales Geräusch von einem ungewöhnlichen unterscheiden (Brummen, Vibration, Pfeifen)
Eine Lüftungsanlage erzeugt oft ein leichtes, gleichmäßiges Brummen, besonders bei hoher Stufe. Das Geräusch wird verdächtig, wenn es plötzlich auftritt, je nach Raum variiert oder mit Vibrationen, Klappern oder einem hohen Pfeifton einhergeht. Prüfen Sie auch, ob der Ton lauter wird, wenn eine Tür geschlossen wird. Das kann auf ein Ungleichgewicht der Luftvolumenströme hinweisen.
Die Ursache lokalisieren: Gerät, Kanäle, Ventile, Halterung und Trennwände
Beginnen Sie in der Nähe des Geräts. Legen Sie die Hand auf das Gehäuse. Eine deutliche Vibration weist oft auf eine Halterung oder Befestigung hin. Verfolgen Sie anschließend die Kanäle. Ein gequetschter, schlecht gespannter Kanal oder einer, der die Dachkonstruktion berührt, kann das Geräusch verstärken. Bei den Ventilen entsteht ein Pfeifen oft durch einen zu engen Luftdurchgang, ein verschmutztes oder schlecht eingestelltes Ventil.
Den allgemeinen Zustand prüfen: Verschmutzung, mechanisches Spiel, Verschraubungen und Stromversorgung
Schalten Sie den Strom ab, kontrollieren Sie dann die Verschmutzung sowie den Zustand der Zuluftöffnungen und des Ventilators. Mechanisches Spiel (Lager, Turbine) oder gelockerte Schrauben bringen die gesamte Anlage zum Vibrieren. Prüfen Sie auch die Stromversorgung und die Anschlüsse. Eine instabile Spannung oder ein verschlissener Kondensator kann den Motor überlasten. Bei anhaltendem Zweifel ziehen Sie einen Fachbetrieb hinzu. Mehr zur Wartung und den vorgesehenen Kontrollen finden Sie in unserem Artikel zur Wartung der Lüftungsanlage.
Lärm durch Wartung und Grundeinstellungen reduzieren
Ventile, Zuluftöffnungen und Gehäuse reinigen, um Turbulenzen zu begrenzen
Wenn eine Lüftungsanlage verschmutzt, wird die Luft gepresst, und der Lärm steigt. Entstauben Sie die Ventile und Zuluftöffnungen, saugen Sie dann das Gehäuse und die zugänglichen Gitter ab. Eine sanfte Reinigung, ohne die Teile zu durchnässen, reicht oft aus, um wieder einen gleichmäßigeren Luftstrom und einen ruhigeren Betrieb zu erreichen.
Luftvolumenströme anpassen und übermäßige Fördermenge begrenzen: Stufe, feuchtegeregelte Einstellungen, Abgleich
Eine übermäßige Fördermenge bringt Ventile zum Pfeifen, besonders in kleinen Räumen. Prüfen Sie die gewählte Stufe, den Zustand der feuchtegeregelten Einstellungen und den Abgleich zwischen den Räumen. Ziel ist die Rückkehr zum vorgesehenen Nennluftvolumenstrom, ohne dauerhaften "Boost", bei gleichzeitig guter Luftqualität (siehe auch die vorgeschriebenen Lüftungsvolumenströme).
Klappen und Zubehör kontrollieren, um Pfeifgeräusche und Luftrückströmung zu vermeiden
Eine blockierte Klappe, ein schlecht eingesteckter Anschluss oder ein ungeeignetes Zubehörteil kann ein anhaltendes Pfeifen verursachen. Kontrollieren Sie die Ventilklappen, die Manschetten und eventuelle Rückschlagklappen. Setzen Sie Teile wieder ein, ersetzen Sie verschlissene Dichtungen und sichern Sie die Rückschlagklappe, um eine Luftrückströmung zu verhindern.
Die Akustik des Kanalnetzes verbessern: Lösungen an Kanälen und Anschlüssen
Kanäle austauschen oder überarbeiten: geeignete Flexrohre, Durchmesser, Bögen und Dichtheit
Eine laute Lüftungsanlage hat oft ihre Ursache in einem zu stark beanspruchten Kanalnetz. Stellen Sie auf der gesamten Strecke den richtigen Durchmesser wieder her. Begrenzen Sie enge Bögen und Quetschstellen, besonders bei Flexrohren. Achten Sie bei den Anschlüssen auf Manschetten und Dichtbänder, um Pfeifgeräusche und Falschluft zu vermeiden (siehe auch die Dimensionierung des Kanalnetzes).
Eine Schallfalle oder einen Schalldämpfer für die Lüftungsanlage hinzufügen: wo einbauen und wie dimensionieren
Bauen Sie eine Schallfalle möglichst nah am Gehäuse ein, vor der ersten Abzweigung, und bei Bedarf auch an den empfindlichsten Ventilen. Wählen Sie ein Modell mit gleichem Durchmesser und ausreichender Länge, um hohe Frequenzen zu dämpfen. Prüfen Sie den Druckverlust, um einen korrekten Luftvolumenstrom zu erhalten.
Körperschall behandeln: flexible Manschetten, schwingungsdämpfende Schellen und Entkopplung
Vibrationen breiten sich über die Halterungen aus. Setzen Sie eine flexible Manschette zwischen Gehäuse und Kanälen ein. Verwenden Sie schwingungsdämpfende Schellen und vermeiden Sie direkten Kontakt mit der Dachkonstruktion oder den Trennwänden. Eine kleine Entkopplung ist oft mehr wert als ein "leistungsstärkeres" Gehäuse.
Vibrationen des Gehäuses begrenzen: Halterungen, Standort und Schalldämmung
Das Gehäuse auf schwingungsdämpfenden Halterungen montieren und starre Kontakte beseitigen
Ein Lüftungsgerät überträgt seine Vibrationen schnell auf die Baukonstruktion. Montieren Sie es auf schwingungsdämpfenden Halterungen (Puffer, Schwingmetalle) oder hängen Sie es mit speziellen Befestigungen auf. Vermeiden Sie das direkte Verschrauben in einem Balken oder einer Decke. Bei den Kanälen sind flexible Manschetten vorzusehen, mit etwas Spiel. Das Ziel ist einfach: null starrer Kontakt zwischen Gehäuse, Kanälen und Trockenbauwand.
Den richtigen Standort wählen: Dachboden, Technikraum, abgehängte Decke und Zugänglichkeit
Der Standort macht oft die halbe Stille aus. Auf dem Dachboden montieren Sie auf einer stabilen Unterlage, fernab der Schlafzimmer. Im Technikraum gewinnen Sie an Komfort und leichtem Zugang. Bei einer abgehängten Decke ist auf das Gewicht und Vibrationen auf leichter Unterkonstruktion zu achten. Halten Sie stets den Zugang zu Filtern, Anschlüssen, Kondensatablauf und Stromversorgung frei.
Die Schalldämmung um das Gehäuse verstärken, ohne die Wartung zu beeinträchtigen
Zur Reduzierung des Luftschalls errichten Sie eine kleine Einhausung aus Mineralwolle und Verkleidung, ohne die Materialien zu komprimieren oder die Belüftung des Motors zu blockieren. Sehen Sie eine abnehmbare Abdeckung oder Revisionsklappen vor. Die Dämmung muss sauber, trocken und begehbar bleiben. Sonst gewinnen Sie an Dezibel, verlieren aber an Wartungsfreundlichkeit.
Die Lüftungsanlage austauschen: ein leiseres, 2026 konformes Modell wählen
Geräuschpegel vergleichen: dB(A), Schalldruck, Spektrum und Messpunkte
Für eine leisere Lüftungsanlage vergleichen Sie den Pegel in dB(A) und vor allem den Messpunkt. Ein Hersteller kann einen Wert am Gehäuse angeben, ein anderer am Ventil. Prüfen Sie den Schalldruck, das Spektrum (tiefe Frequenzen werden stärker wahrgenommen) und die Testbedingungen. Bei der Sanierung streben Sie ein auf Schwingmetallen montiertes Gehäuse und für Schlafräume geeignete Ventile an.
Die richtige Technologie auswählen: Abluftanlage, feuchtegeregelt, Zu- und Abluftanlage und Einsatzbereiche
Die selbstregulierende Abluftanlage ist robust, aber nicht immer die komfortabelste. Die feuchtegeregelte Anlage passt die Luftvolumenströme an die Feuchtigkeit an, nützlich in bewohnten Wohnungen. Die Zu- und Abluftanlage ist sinnvoll, wenn Sie auch Luftdichtheit und Dämmung angehen, da sie Wärme zurückgewinnt. Die richtige Wahl hängt von den Volumina, den vorhandenen Kanalnetzen und dem Zugang zum Dachboden ab.
Die Baustelle 2026 absichern: Konformität, RGE, Förderungen (CEE, MaPrimeRénov') und gute Ausführungspraxis
2026 sichern Sie die Konformität der Luftvolumenströme, der Zuluftöffnungen und der Dach- oder Fassadenauslässe ab. Bei den Förderungen kann die Zu- und Abluftanlage für die CEE-Förderung infrage kommen und, je nach Ihrer Situation, für MaPrimeRénov'. In der Praxis achten Sie auf die Dichtheit der Kanäle, den Abgleich, und sehen Sie einen einfachen Zugang zu den Filtern für die Wartung vor.
Kennzahlen
-10 bis -20 dB
Dämpfung Schallfalle
30 bis 45 dB(A)
Gerätepegel
< 25 dB(A)
Zielwert Schlafzimmer
Häufige Fragen
In Wohngebäuden strebt man in der Praxis einen wahrgenommenen Schallpegel von unter etwa 30 dB(A) in den Hauptaufenthaltsräumen an (je nach Konfiguration oft maximal 35 dB(A)). Übersteigt der Lärm diese Schwelle deutlich, tritt er plötzlich auf oder geht er mit Vibrationen/Klappern einher, müssen Sie das Kanalnetz (Quetschstellen, Bögen) und den Zustand des Motors (Lager, Turbine) prüfen, bevor Sie die Luftvolumenströme einstellen.

Louis Airy
COO von Argile


