Prüfen Sie die Machbarkeit im Bestand: verfügbare Höhe und Entwässerung
Messen Sie die tatsächliche Aufbauhöhe: Schichtdicken (Bestandsboden, Estrich, Fliese) und Türschwellen
Für eine bodengleiche Dusche beginnen Sie beim tragenden Untergrund und arbeiten sich bis zum fertigen Niveau nach oben. Addieren Sie jede Schicht. Prüfen Sie außerdem die Türschwellen und die Höhen der angrenzenden Räume, sonst erzeugen Sie einen Absatz.
| Schicht | Richtwert Dicke (mm) |
|---|---|
| Fliese + Kleber | 12-18 |
| Verbundabdichtung unter Fliesen | 2-6 |
| Ausgleichsestrich | 30-60 |
Prüfen Sie die Entwässerung: Lage, mögliche Gefälle, Durchmesser, Förderleistung (Ablauf oder Ablaufkanal)
Ermitteln Sie Fallleitung und Leitungsweg. Wenn für ein gleichmäßiges Gefälle kein Platz vorhanden ist, kann eine Hebeanlage eine Lösung sein, sie bringt aber einen zusätzlichen Wartungspunkt mit sich. Prüfen Sie die Förderleistung in der Montageanleitung des Siphons.
| Konfiguration | Zielgefälle (mm/m) | Empfohlener Durchmesser (mm) | Abzuführende Fördermenge (L/min) |
|---|---|---|---|
| Ablauf | 10-20 | 40-50 | 12-20 |
| Ablaufkanal | 10-20 | 50 | 15-30 |
Identifizieren Sie den Untergrund und seine Zwänge: Betonplatte, Holzbalkendecke, alte Dusche/Badewanne
Auf einer Betonplatte wird die Aufbauhöhe oft über eine Aussparung gelöst. Prüfen Sie vor jedem Schlitz die Bewehrung, die Leitungsführung und gegebenenfalls eine Fußbodenheizung. Bei Holzbalkendecken kontrollieren Sie die Steifigkeit, den Zugang von unten und die Abdichtungsergänzung rund um den Wasserpunkt – das ist das größte Risiko in der Sanierung.
Wählen Sie die passende Lösung für die bodengleiche Dusche je nach Baustelle
Extra-flache Duschwanne: eingelassen, halb eingelassen oder aufgesetzt (und was das für die Höhe bedeutet)
Im Bestand entscheidet alles über die fertige Höhe und die Lage des Ablaufs. Eingelassen sitzt die Duschwanne am niedrigsten, aber dafür brauchen Sie Platz für Siphon und Gefälle, manchmal auch mit Eingriff in die Bodenplatte oder Decke. Halb eingelassen reduziert schwere Eingriffe und verringert dennoch den Absatz. Aufgesetzt ist es am einfachsten und schnellsten, aber eine Stufe lässt sich oft nicht vermeiden.
Gemauerte bodengleiche Dusche: wann sie sinnvoll ist und worauf Sie achten müssen (Gewicht, Trocknungszeiten, Risse)
Eine gemauerte bodengleiche Dusche ist sinnvoll, wenn Sie eine maßgeschneiderte Form oder einen durchgehenden Fliesenbelag wünschen. Achten Sie dabei auf das Gewicht (vor allem bei Holzbalkendecken), auf die Trocknungszeiten und auf das Rissrisiko, wenn sich der Untergrund bewegt. Nicht verhandelbar bleibt die Abdichtung unter Fliesen mit einem für Nassräume geeigneten System.
Ausgleichslösungen: kontrollierte Aufhöhung, Hebeanlage (nur als letzte Option), Zugänglichkeit und Sicherheit
Wenn die Aufbauhöhe nicht reicht, kann eine kontrollierte Aufhöhung mit kleiner Schwelle, Rampe und rutschhemmendem Boden eine komfortable Lösung sein. Eine Hebeanlage bleibt die letzte Option, wenn eine Schwerkraftentwässerung nicht möglich ist, weil sie Lärm, Wartung und Servicezugang mit sich bringt. Denken Sie an die Sicherheit: Haltemöglichkeiten, Bewegungsfläche und ein alltagstauglicher, stolperfreier Einstieg.
Realisieren Sie ein wirksames Gefälle: Ablauf, Komfort und Pflege
Legen Sie das Gefälle und seine Richtung fest: gleichmäßiges Gefälle zur Ablauföffnung oder zum Ablaufkanal, ohne „Mulde“
Bei einer bodengleichen Dusche sollten Sie ein Gefälle von 1,5 bis 2 % zur Ablauföffnung oder zum Ablaufkanal ansetzen. Ein gleichmäßiges Gefälle ohne Zwischenhochpunkt verhindert Pfützen. Erfassen Sie die Fließrichtung mit dem Laser und halten Sie die höchste Stelle auf der Eingangsseite für mehr Komfort.
| Baustellenwert | Gefälle (%) | Entspricht (mm/m) |
|---|---|---|
| Üblicher Zielwert | 2 | 20 |
| Vorsichtiger Mindestwert | 1,5 | 15 |
| Aus Komfortsicht zu vermeiden | 3 | 30 |
Stellen Sie die Gefälleform her: Ausgleichsmasse, Mörtel, fliesenfertige Systeme
Je nach verfügbarer Höhe erstellen Sie das Gefälle mit Gefällesmörtel, einer für Feuchträume geeigneten Ausgleichsmasse oder mit vorgefälleten fliesenfertigen Elementen. Achten Sie auf die Anschlüsse Wand/Boden und die Aussparung für den Siphon. Der Untergrund muss vor der Abdichtung stabil und eben sein.
Kontrollieren Sie vor dem Fliesenlegen: Ablaufversuche, Ebenheit, Fluchten und Toleranzen
Vor dem Fliesenlegen führen Sie einen Ablaufversuch mit 5 bis 10 Litern Wasser durch. Prüfen Sie mit der Wasserwaage die durchgehende Gefälleführung, die Flucht des Ablaufkanals und das Fehlen von Gegengefällen an den Anschlüssen. Bessern Sie jede Senke aus, sonst wird die Wartung schwieriger und das Schadensrisiko steigt.
Sichern Sie die Abdichtung der bodengleichen Dusche unter Fliesen: Systeme und Regeln
Wählen Sie das passende System: SPEC/SEL, Dichtbahn, kompatible Bänder und Zubehör
Im Bestand erfordert eine bodengleiche Dusche eine durchgehende Abdichtung vor dem Fliesenbelag. Je nach Untergrund und Aufbau können Sie mit einem SPEC oder SEL arbeiten oder mit einer Dichtbahn. Bleiben Sie bei einem vollständigen System mit Dichtecken, Manschetten für Durchdringungen, Teilen für den Ablaufkanal und vom Hersteller freigegebenen, kompatiblen Klebstoffen.
Halten Sie die Verarbeitungsregeln ein: Ecken, Aufkantungen, Wand-/Bodenanschlüsse, Rohrdurchführungen
Schadensfälle entstehen fast immer an den kritischen Details. Behandeln Sie zuerst die Ecken und den Wand-/Bodenanschluss, dann die vorgesehenen Aufkantungen und Überlappungen. Dichten Sie Rohrdurchführungen mit passenden Manschetten ab und vermeiden Sie Zuschnitte in letzter Minute. Lassen Sie zwischen den Lagen die Trocknungszeit einhalten, ohne Abkürzungen.
Stellen Sie die Normkonformität sicher: NF DTU 52.2 + Herstellerunterlagen/CPT der Systeme, und Dichtheitsprüfung vor dem Belag
Richten Sie sich bei der verklebten Verlegung nach dem NF DTU 52.2 und folgen Sie anschließend den Herstellerunterlagen des Systems (Avis Technique, DTA, CPT). Vor dem Verkleben des Belags führen Sie eine Dichtheitsprüfung durch und kontrollieren Sie, dass am Siphon oder Ablaufkanal keine Leckage vorhanden ist.
Reduzieren Sie das Schadensrisiko und werten Sie die Wohnraumanpassung 2026 auf
Kontrolle gegen Leckagen: Ablaufkanal/Ablauföffnung, Schwelle, Spritzwasserbereiche, Siphon
Vor dem Schließen behandeln Sie Wasser wie einen hartnäckigen Gast. Prüfen Sie die durchgehende Verbundabdichtung unter Fliesen (SPEC oder Lösung mit Avis Technique). Sichern Sie den Anschluss von Ablaufkanal oder Ablauföffnung an die Membran, die Ecken und die Durchdringungen. Kontrollieren Sie die Schwelle und die Spritzwasserbereiche. Prüfen Sie die Sperrwasserhöhe des Siphons und das Fehlen von Geruchsverschlussverlust.
Nachvollziehbarkeit und Abnahme: Fotos der Schlüsselphasen, Produktdatenblätter, Prüfprotokoll, eventuelle Vorbehalte
Bewahren Sie einfache Nachweise auf. Fotos zu den entscheidenden Arbeitsschritten, Produktreferenzen und -datenblätter sowie ein Prüfprotokoll der Wasserprobe vor dem Fliesenlegen. Halten Sie bei der Abnahme auch kleine Vorbehalte schriftlich fest. Eine saubere Dokumentation schützt das Unternehmen und beruhigt den Kunden.
Bodengleiche Dusche und Wohnraumanpassung: Barrierefreiheit, bodengleiche Dusche und mögliche Förderungen 2026 (je nach Bedingungen)
Eine bodengleiche Dusche erleichtert den Zugang und reduziert Schwellen, vorausgesetzt Abdichtung und Entwässerung werden im Bestand beherrscht. Bei den Förderungen kann MaPrimeAdapt’ (Anah) Anpassungsmaßnahmen je nach Alter, Behinderung und Einkommen bezuschussen. Je nach Region können lokale Beihilfen oder Leistungen von Rentenkassen hinzukommen.




